
Ein ordentlicher Besatz an Pflanzen ist für dein Aquarium von großer Wichtigkeit, denn sie erfüllen viele verschiedene Aufgaben:
- Sie produzieren Sauerstoff, den sowohl deine Fische zum Atmen, als auch die Bakterien zum Abbau von Stoffwechselprodukten benötigen.
- Sie können das Wasser entgiften, indem sie nicht nur einen Teil der von den Fischen ausgeschiedenen Stoffwechselprodukten aufnehmen, sondern auch chemische Substanzen entfernen.
- Sie wirken oft antibiotisch, das heißt sie entwickeln ein natürliches Antibiotikum gegen viele für Fische krankmachende Bakterien.
- Sie bieten deinen Fischen Versteckmöglichkeiten, Flächen zum Ablaichen und Reviergrenzen.
- Sie vermitteln ein naturnahes Aussehen und setzen Kontraste mit den bunten Farbtönen.
Du siehst also, dass du mit Pflanzen nicht sparsam sein solltest. Der Handel bietet Dir viele verschiedene Arten, lass dich beim Kauf also am besten beraten, welche Pflanzen für dein Aquarium sind. Einen ersten Überblick erhältst du in unserer Fishothek im Bereich Wasserpflanzen.
Für einen sicheren Halt der Pflanze sorgen die Wurzeln mit der Bildung eines Wurzelgeflechtes im Bodengrund. Während sich die stärkeren Wurzeln im Boden verankern, sorgen feine Seitenwurzeln für die Aufnahme von im Boden befindlichen Nährstoffen. Die meisten Nährstoffe nehmen die Aquarienpflanzen jedoch über das Blatt auf, deshalb ist die Flüssigdüngung ein wichtiger Bestandteil der Pflanzenernährung.
Der Wassergarten – wie man seine Pflanzen glücklich macht
Wie eingangs beschrieben bildet die Flora ein wichtiges Glied in der Stoffwechselkette. Ein guter Pflanzenwuchs hält das Wasser sauber, produziert lebensnotwendigen Sauerstoff und schützt vor Algen. Pflanzen brauchen einen guten, durchlässigen Bodengrund, Licht und Nährstoffe. Sie müssen korrekt eingepflanzt und einige auch gelegentlich beschnitten und verjüngt werden.
Mit Pflanzen und Deko hast Du die Möglichkeit ein lebendiges Bild zu erschaffen. Mit der Zeit wird es sich verändern und hin und wieder kannst du “gärtnern” und die Gestaltung verändern. Das macht mindestens genauso viel Spaß, wie die Fische zu beobachten!
Bei Layouts findest Du zahlreiche Anregungen.
In den Unterpunkten rechts gehen wir auf die verschiedenen Voraussetzungen und Pflegemaßnahmen ein. Starte hier mit mit der Gestaltung, über die Du Dir vor Einrichtung des Aquariums ein paar Gedanken machen solltest.
Nach dem Start
Die kritische Phase nach der Neueinrichtung eines Aquariums sind die ersten 90 Tage. Grundlegend geht es darum, das Aquarium und das Wassermilieu in Bezug auf das Pflanzenwachstum, den Fischbestand und den Filter ins Gleichgewicht zu bringen. Die Pflanzen müssen sich erst an die neuen Bedingungen anpassen, während Algen leider sofort gedeihen und sich vermehren.
Wir schlagen dir folgendes Vorgehen vor:

1) Die Beleuchtungsdauer in den ersten zwei bis drei Wochen auf sechs Stunden pro Tag beschränken. Anschließend kannst du die Dauer nach und nach auf acht bis zehn Stunden täglich erhöhen.
2) Am besten bereits ab dem ersten Tag CO2 zuführen.
3) In den ersten drei bis vier Wochen zweimal pro Woche jeweils 25 – 50 % des Wassers austauschen. Danach reicht ein ca. 25 %iger Wasserwechsel einmal wöchentlich aus.
4) In den ersten drei bis vier Wochen nicht oder nur begrenzt düngen. Die Pflanzen verfügen anfangs über eine ausreichende Nährstoffreserve, um ihr Wurzelnetz auszubilden.
5) Von Anfang an schnell wachsende Pflanzen wie Egeria und Limnophila einsetzen, die im Aquarium verbleiben oder später entfernt werden. Schnell wachsende Pflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe auf und minimieren daher das Algenwachstum.
6) So bald wie möglich nach der Neueinrichtung algenvertilgende Schnecken und Garnelen einsetzen.
7) Wir empfehlen, mit dem Einsetzen der Fische zu warten, bis die Pflanzen nach drei bis vier Wochen gut angewurzelt sind. Im Übrigen richte dich bitte nach den gesetzlichen Vorschriften für den Fischbesatz in neu angelegten Aquarien.
8) Die Technik überprüfen. Funktioniert die Zeitschaltuhr für die Beleuchtung, ist die CO2-Zufuhr passend eingestellt, läuft die Pumpe, ist die Temperatur in Ordnung?
Quellen: Tropica, sera
Lesezeit: etwa 3 Minuten
Die Kapitel

Gestaltung
Für einen guten Start Wenn Du ein Becken einrichtest, besetze es ruhig schon mit reichlich Pflanzen. Natürlich wachsen sie noch, aber wenn Du mit…

Beleuchtung
Der Motor des Pflanzenwachstums ist das Licht. Damit unser Wassergarten gut gedeiht, ist er auf das passende Licht angewiesen. Zudem ist das Licht natürlich…

Einpflanzen
Das Einpflanzen der Aquarienpflanzen erfolgt am einfachsten bei einem Wasserstand von wenigen Zentimetern über dem Bodengrund. Viele Aquarianer pflanzen traditionell in einem gefüllten Aquarium,…

Düngung
Kraftfutter für die Pflanzen: Düngung Für einen gesunden, farbenprächtigen Wuchs brauchen Wasserpflanzen eine Vielzahl von Nährstoffen. Fehlt nur ein Nährstoff, kommt es zu Wachstumsstörungen…

Beschneiden
Die Wachstumsgeschwindigkeit von Pflanzen ist sehr unterschiedlich, und deshalb gibt es auch große Unterschiede beim Beschneiden der Pflanzen. Ein starker Rückschnitt würde das Gleichgewicht…

Die Pflege
Wenn alles gut angewachsen ist und das Aquarium sich vernünftig entwickelt, musst du mit der allgemeineren Pflege beginnen: 1) Ein etwa 25 %iger Wasserwechsel…
![Minimumgesetz - By DooFi (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons](https://my-fish.org/wp-content/uploads/2013/11/Bildschirmfoto-2014-06-29-um-09.19.02.png)
Schäden an Wasserpflanzen
Es werden die häufigsten Mangelerscheinungen beschrieben und wertvolle Tipps gegeben. Von großer Bedeutung ist, daß fast die Hälfte der uns berichteten und mit Bildern…

Pflanzen gegen Algen
Zwei sinnvolle Pflegemaßnahmen gibt es, um übermäßiges Algenwachstum wirksam einzudämmen: den Wasserwechsel und die Pflege schnellwüchsiger Wasserpflanzen. Ideal ist es, wenn beide Möglichkeiten genutzt…

Algen
Das leidige Thema bekommt ein eigenes Kapitel. Nicht, weil es so schlimm wäre, sondern weil so oft nach Rat dazu gesucht wird – hier findest Du ihn!





















